Was ist ADHS?


psychische Störungen

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und gehört zu den neuroentwicklungsbezogenen Störungen. Sie beginnt in der Regel bereits in der Kindheit, wird aber nicht immer früh erkannt. Bei manchen Menschen verändern sich die Symptome im Laufe des Lebens: Äußere Unruhe oder impulsives Verhalten können im Erwachsenenalter weniger sichtbar sein, während innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Schwierigkeiten mit Selbstorganisation, Zeitmanagement oder Emotionsregulation stärker in den Vordergrund treten. Dadurch können Belastungen im Beruf, im Studium, in Beziehungen oder im Alltag entstehen. ADHS kann sich außerdem je nach Person unterschiedlich zeigen – insbesondere bei Mädchen und Frauen wird sie häufiger übersehen, etwa wenn Symptome eher unauffällig, angepasst oder stark kompensiert wirken.



Merkmale ADHS im Erwachsenenalter:


  • Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit über längere Zeit zu halten
  • häufiges Abschweifen oder „Gedankenspringen“
  • Aufschieben wichtiger Aufgaben trotz guter Vorsätze
  • Probleme mit Zeitmanagement, Planung und Priorisierung
  • Vergesslichkeit im Alltag, z. B. Termine, Absprachen, Gegenstände
  • innere Unruhe oder das Gefühl, „nicht abschalten“ zu können
  • impulsives Handeln oder Reden, z. B. Unterbrechen, vorschnelle Entscheidungen
  • starke Schwankungen zwischen Überforderung und Hyperfokus
  • emotionale Reizbarkeit, schnelle Frustration oder intensive Gefühlsreaktionen
  • Schwierigkeiten, Routinen dauerhaft umzusetzen
  • Chaos bei Papierkram, E-Mails, Haushalt oder Finanzen
  • Erschöpfung durch ständiges Kompensieren und „Zusammenreißen“
  • wiederkehrende Probleme im Beruf, Studium, Alltag oder in Beziehungen



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